Ich habe lange nicht an etwas wie Dämonen geglaubt, solange ich Bilder von Hollywoods Filmproduktion im Kopf hatte. Und ich tue es auch heute nicht, wenngleich mir der Begriff schon um Einiges näher gekommen ist, sobald ich mich mit alten Mythen und der Historie des Begriffs befasst habe.

Dämonen gibt es seit es Menschen und deren Geschichtsaufzeichnungen gibt, mit Sicherheit aber um Äonen länger. Doch kann es sein, dass Dämonen auch etwas mit uns Menschen gemein haben, abgesehen davon, dass wir uns den Lebensraum teilen.

Wir kennen Sprichwörter und Phrasen die von „den eigenen Dämonen“ sprechen, die man zB nicht loswird – diese alten Redewendungen bringen das Phänomen näher auf den Punkt: es sind nicht nur Wesen, die gerade mal zufällig hier sind, sondern sie haben direkt mit dem Menschen, bzw. seiner Lebensweise zu tun. Wann spricht man denn von „seinen Dämonen“? Wenn man beispielsweise von einer Sucht nicht ablassen kann und diese Suchtimpulse fast schon ein Eigenleben haben!

Viele herkömmliche Heransgehensweisen bestehen eigentlich meist darin, diese „Dämonen“ -ob es nun Sucht-, Angst-, Wut- oder anderen Dämonen sind- zu unterdrücken, zu ersetzen, wegzuschicken, auszuräuchern usw. Doch wie erfolgreich sind diese Methoden auf lange Sicht?

Im Zuge meiner Ausbildungen habe ich ein Werk einer Ärztin kennengelernt, das hieß: „Den Dämonen Nahrung geben“. Ihre Therapiemethode beschreibt eine für uns westliche Menschen ungewöhnliche Therapiemethode, nämlich eine sinnstiftende und nährende, die sie im buddhistischen Kontext kennengelernt hatte.

Zuerst ist es wichtig, nach dem Sinn der Existenz des Dämons zu fragen: Welchen Zweck erfüllt er? Warum ist er da? Was hat er uns zu sagen? Dies weist uns darauf hin, dass diese Wesen nicht mal einfach so in unserem Leben erscheinen, sondern sehr wohl etwas mit uns zu tun haben. Der zweite Teil des therapeutischen Geschehens besteht darin, die Botschaft anzunehmen, sowie den Dämon zu „nähren“, mit unserer liebevollen Aufmerksamkeit zu versorgen. Dadurch ist es diesem Dämon möglich, ernstgenommen zu werden, sich sinnstiftend zu erleben und durch die Stärkung sich zu wandeln. Nach dieser Zuwendung beobachten Klienten in der Innenschau oft, wie sich der anfangs abstoßend wirkende Dämon in ein weitaus annehmbareres Wesen verwandelt. Spätestens da besteht nicht mehr der Impuls, sich davor zu schrecken oder ihn gar wegschicken zu wollen. Die meisten Klienten erleben bereits nach einer solchen Sitzung erste Heilungsanzeichen – und das aus gutem Grund!

Heilung bedeutet in seiner Wortherkunft: Ganzwerdung. Ganz werden kann man dann, wenn man sich davor von etwas verabschiedet hat, das zu einem gehört, und das aus bestimmtem Grund abgespalten wurde! Wir Menschen sind und waren immer ganz, nur unser Bewusstsein hat in manchen Situationen etwas aus unserer Ganzheit abgestoßen! Bei Traumata kennt man diese Dynamik sehr gut, wenn Persönlichkeits- oder Seelenanteile zum Zweck des Überlebens abgetrennt werden. Diese Anteile sind wie Kinder, die von Zuhause weggeschickt werden od. aus eigenem Antrieb weglaufen! Wenn sie nicht mehr in einer häuslichen und haltenden Atmosphäre, mit klaren Regeln und Grenzen, versorgt mit der Liebe und Zuwendung der Eltern versorgt werden, verwahrlosen diese in der Wildnis mit der Zeit. Iim Laufe der Jahren ziehen als Landstreicher und Obdachlose durch die Gegend. Eines Tages klopfen diese schmutzig und ungepflegt an die Tür und begehren wieder um Aufnahme! Alle Seelenanteile wollen wieder zurück in die Einheit, nach Tagen, Monaten oder manchmal auch erst nach unzähligen Jahren! Nur kann es durchaus sein, dass wir erschrecken, wenn ein ungepflegter und vielleicht übel riechender Mensch in der Türe steht und Einlass begehrt! Der eine oder andere Leser hat vielleicht spontan an die Bibelstelle gedacht, wo es um den heimkehrenden Sohn geht. Der Vater des Hauses hat sich sehr gefreut, seinen verlorengegangenen Sohn wieder zu empfangen! Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichte starken symbolischen Charakter hat!

Bei symbolischen Geschichten kommen zwar immer mehrere Charaktere vor, doch ,kann man bei einer psychologischen Deutung fast immer auch davon ausgehen, dass Anteile und Qualitäten eines Hauptdarstellers gemeint sein könnten. Diese bekommen nur zwecks der Handlung in der Geschichte einen eigenen Charakter, eine eigene Rolle und Persönlichkeit, damit es uns leichter erscheint, der Handlung und der Dynamik zu folgen.

Wann immer wir etwas aus unserer Ganzheit und Vollkommenheit nicht leben, spalten wir etwas ab. Dieses Abgespaltete ist nicht weg, sondern steht in Verbindung zu unserem Sein. Es wird durch unseren Lebensstrom nicht mehr versorgt und entwickelt eine Eigendynamik und „verkommt“ dabei zu einem „dämonischen“ Wesen. Dieses Wesen begleitet uns in Form von Krankheit, „Pech“, Ängsten und anderen psychischen Auffälligkeiten usw. Bis zu dem Punkt, wo sie angeschaut werden und mit der Liebe eines Vaters oder einer Mutter angenommen werden – als ein „entfremdeter“ und einst abgestoßener Teil von uns.

Unwillkürlich muss ich dabei an den Prozess denken, den die Menschheit im Jahre 2020/21 durchläuft. Wieviele Jahre lang leben wir Menschen nicht mehr unsere Kraft, lassen uns von vermeintlich mächtigeren Kräften und Autoritäten klein halten, unterdrücken und ausbeuten?

Corona hat es uns aufgezeigt: wenn wir Menschen hunderte und tausende Jahre lang nicht mehr souverän als Gottes Kinder auf Erden leben und unsere Kraft und Macht abspalten, dann bilden sich „Dämonen“, die -jetzt: Beginn 2021 zu Corona-Zeiten- UNSERE Macht in pervertierter Form gegen uns richten und uns unsere Freiheit und Autorität nehmen wollen!

Es ist UNSERE Macht, die wir lange nicht nutzten, die in dämonisierter Form jetzt an unsere Tür klopft! In Form von Politkern und anderen vermeintlich mächtigen Persönlichkeiten, die uns im Zuge der Krise in ein immer kleiner und enger und diktatorisch werdendes Korsett od. Gefängnis bringen wollen.

Machen wir uns auf, erinnern wir uns, dass diese Dämonen nur entartete Anteile unseres Menschheits-Selbstes sind und nehmen wir unsere Kraft und Macht wieder zu uns! Dann ist die Botschaft begriffen und wir wieder ganz!

Ich denke, damit heilen wir nicht uns uns unmittelbar, sondern beenden damit einen äonen-langen Strang unserer Menschheitsgeschichte. Waren es nicht die „gefallenen Engel“, die sich aus der Ganzheit der Schöpfung losgelöst haben, ein eigenes, satanisches Spiegel-Universum gebildet haben, wo sie ihre Lebensenergie durch damönischen Raub an anderen bekommen haben, weil sie nicht mehr an der Quelle angebunden waren? Die Parallele drängt sich mir regelrecht auf. Das universelle Bewusstsein als liebendes Elternhaus schließt alle seine geläuterten Rückkehrer liebevoll in seine Ganzheit. Das ist der Beginn der Neuen Zeit und das Ende einer Jahrtausende langen Ära abgespaltener „Engel-Dämonen“.

Erkennen wir uns wieder als die, die wir wirklich sind, sehen wir die Botschaft unserer eigenen und auch der aktuellen kollektiven Dämonen im Jahre 2021 und nehmen diese als bisher verlorengegangene Qualität wieder in unsere eigene Ganzheit wieder auf. Die Dämonen werden verschwinden, ihre Botschaft wurde verstanden und integriert. Stehen wir auf uns handeln als Kinder Gottes, denn im Kleinen passiert es so auch wie auch im Großen!