Heilkräuter-Praxis: Die Brennnessel

Von den einen als Unkraut bekämpft, von den anderen als Heilkraut geehrt. Die Brennnessel, die besonders für ihr stacheliges und brennendes Auftreten bekannt ist, kann Einiges:

Die Brennnessel ist eine Heilpflanze, für die mindestens ebenso viele Einsatzgebiete bekannt sind wie etwa für die berühmte Kamille, die Ringelblume oder den Löwenzahn. In der Volksmedizin wird die Brennnessel zur Entgiftung und Entschlackung im Rahmen von Frühjahrskuren und Diäten sowie bei Müdigkeit und Erschöpfungszuständen empfohlen. (Folge eines Eisenmangels) Gerade den Eisenmangel jedoch kann die eisenhaltige Brennnessel mit Leichtigkeit beheben. Sie liefert – je nach Wuchsort – zwei- bis viermal so viel Eisen wie ein Rindersteak und bis zu dreimal so viel Eisen wie Spinat.

Auch soll die Brennnessel die Leber und die Galle positiv beeinflussen, weshalb schon Paracelsus die unscheinbare Pflanze in Form von Brennnesselsaft bei Gelbsucht (Hepatitis) verordnete. Eine Heilpflanze, die Leber und Galle pflegt, kann natürlich auch die Verdauung optimieren sowie bestehende Verdauungsbeschwerden beheben helfen. Selbst die Bauchspeicheldrüse – so heisst es – reagiere auf die Brennnessel, was sich in einem ausgeglichenen Blutzuckerspiegel bemerkbar machen soll. Brennnesseltee als Gesichtswasser lindere darüber hinaus Allergien, die sich über die Haut äussern und verbessere auch bei Pickeln, Ekzemen und Akne das Hautbild. Weitere Einsatzgebiete: Arthrose, Harnwegsinfekte, Prostatabeschwerden. Schließlich steigert die Brennnessel die Abwehrkräfte.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt: die Brennnessel schmeckt auch gut. Überall dort, wo Spinat in der Küche verwendet wird, findet auch die Brennnessel ihren Platz.

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